12.06.2026
Niederlande: Fischer sollen Amerikanischen Flusskrebs bekämpfen
Das niederländische Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität (LVVN) stellt einen noch festzulegenden Betrag für die Bekämpfung des Amerikanischen Flusskrebses (Procambarus clarkii) zur Verfügung, melden die Visserij Nieuws. Das NetVisWerk, Verband der kleinen Küstenfischer und Binnenfischer in den Niederlanden, ruft die Binnenfischer dazu auf, sich an der Entnahme von Flusskrebsen zu beteiligen. In der vergangenen Woche hatte die Naturschutzorganisation „Zuid-Hollands Landschap" der Zweiten Kammer mehr als 34.000 Unterschriften übergeben unter der Überschrift: "Kritische Lage bei Flusskrebsen gerät außer Kontrolle: Erleichterung der Abfangmaßnahmen". Die Naturschützer fordern, dass die niederländische Regierung schneller und in größerem Umfang Maßnahmen zum Fang der invasiven gebietsfremden Art ergreift, die große Schäden in Gräben und an natürlichen Ufern verursache. Der Wasserverband Delfland startete im April 2026 in Südholland ein Pilotprojekt, um an zehn Standorten Flusskrebse zu fangen. Bis 2027 sollen an 170 Standorten, verteilt über 59 Kilometer Uferlänge, die Krebse gefangen werden. Für diese Bekämpfung stelle Delfland für 2026 und 2027 sieben Millionen Euro bereit. Gleichzeitig wolle das NetVisWerk in Kooperation mit Blue Food Wieringen Absatzmöglichkeiten nutzen.
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