24.08.2026

Bayern: Forschungsprojekt zur Äsche, "Bayerischer Fisch des Jahres"

Der Landesfischereiverband Bayern hat die Äsche zum Bayerischen Fisch des Jahres 2026 gewählt, teilt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus mit. Anlass für diesen Fokus ist der schlechte Bestandszustand. "Leider geht es der Äsche heute sehr schlecht", sagt Bayerns Fischereiministerin Michaela Kaniber anlässlich des Tages der Fische am 22. August 2026. Die Äsche lebt in kleinen Schwärmen in kühlen, sauerstoffreichen Fließgewässern. Noch vor wenigen Jahrzehnten war sie ein Massenfisch in unseren Gewässern und fungierte sogar als Leitfischart für eine ganze Flussregion, die sogenannte "Äschenregion".

Inzwischen komme sie laut aktuellem Fischzustandsbericht Bayern nur noch in 29 Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes in Bayern vor. Ursachen für den Rückgang seien der naturferne Ausbau vieler Gewässer, der Klimawandel – in einigen Gewässern werde es der Äsche zu warm – sowie der hohe Fraßdruck durch Fischräuber wie Kormoran, Fischotter und insbesondere den Gänsesäger. Letzterer fresse insbesondere junge Äschen, bevor diese die Chance hatten, zu laichen. Jetzt untersuchen Wissenschaftler im Rahmen eines Forschungsprojektes unter Führung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, ob sich Äschenbestände in ökologisch intakten Gewässerabschnitten erholen können.
Bayern: Forschungsprojekt zur Äsche, "Bayerischer Fisch des Jahres"
Foto/Grafik: LFV Bayern
Der Äsche geht es schlecht: Der naturferne Ausbau vieler Gewässer, hoher Fraßdruck durch Prädatoren und die Erwärmung vieler Gewässer setzt der Äsche zu. Ein Forschungsprojekt soll jetzt Erholungschancen ausloten.
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