06.07.2026

Cuxhaven: Sorge um Fischdosen-Hersteller Appel

Firmeninfos
Die neuen Eigentümer der Fischkonservenfabrik Appel in Cuxhaven sind derart uneins über die Zukunft des Traditionsunternehmens, dass sie ihre Konflikte vor Gericht austragen, meldet die Lebensmittel-Zeitung (LZ). Vor dem Landgericht Köln, 2. Kammer für Handelssachen, streiten die Gesellschafter der Maris Food GmbH darüber, ob das früher unter dem Namen Appel firmierende Unternehmen verkauft werden soll und was mit dem Standort Cuxhaven und den dortigen 340 Beschäftigten geschehen solle. Der Fischkonserven-Produzent mit rund 100 Mio. Euro Jahresumsatz schreibe im laufenden Jahr maximal eine schwarze Null, heißt es aus Arbeitnehmerkreisen.

Maris Food gehört laut Handelsregister drei Parteien zu je einem Drittel: der Sustainable & Invest GmbH des Investors Peter Memminger, der Jacque Holding von Allan Jensen sowie Maris-Geschäftsführer Christian Krüger. Mit Blick auf die Verkaufspläne werde als ein möglicher Käufer die Unternehmensgruppe Theo Müller genannt. Müller hatte bereits 2024 den polnischen Fischkonserven-Hersteller Graal übernommen. Der Maris-Betriebsrat befürchte, dass der Standort Cuxhaven im Falle einer Übernahme geschlossen werde – "obwohl die vergangenen Jahre gezeigt haben, dass wir hier profitabel arbeiten können." Weder der Molkereikonzern Müller noch die Maris-Gesellschafter Allan Jensen und Christian Krüger wollten sich gegenüber der LZ äußern.
Cuxhaven: Sorge um Fischdosen-Hersteller Appel
Foto/Grafik: Appel
Soll das Appel Feinkost-Werk in Cuxhaven verkauft und geschlossen werden oder bestehen bleiben? Diese Frage wollen die Gesellschafter der Muttergesellschaft Maris Food vor dem Landgericht Köln klären lassen. Foto: Appel im Jahre 2009
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