29.07.2026
Atlantische Makrele: EU verlangt Quote auf wissenschaftlicher Basis
Die Europäische Union verlangt, dass bei der Fangquotenfestlegung für die Fischerei auf Makrele im Nordostatlantik alle Küstenstaaten den wissenschaftlichen Empfehlungen folgen, schreibt das Portal IntraFish. Denn die Übereinkunft, die die vier Staaten Norwegen, Großbritannien, die Färöer Inseln und Island zuletzt getroffen hätten, würde das Hauptproblem Überfischung nicht lösen, urteilt die EU-Kommission. Die vier Länder hatten sich für das Jahr 2026 auf eine Gesamtfangquote von 299.010 t geeinigt, mehr als 71 % höher als die von den Wissenschaftlern empfohlenen 174.357 t. Von der Quote entfielen 28,24 % auf Norwegen, 25,36 % auf Großbritannien, 13,35 % auf die Färöer und 12,5 % auf Island. Außerdem befischt Russland den Makrelen-Bestand und trage in besonderem Maße zur Überfischung bei, da es seine Quote seit 2004 einseitig um 500 % angehoben hat. Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hatte nach Forschungsfahrten im vergangenen Jahr festgestellt, dass der Makrelen-Bestand unter einen kritischen Wert gefallen sei, und hatte daher die Quotenempfehlung von 576.958 t für das Jahr 2025 auf nur noch 174.357 t reduziert. "Wir erwarten, dass sämtliche Küstenstaaten für 2027 den wissenschaftlichen Empfehlungen folgen", teilte die EU-Kommission mit.
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