26.02.2026

Brasilien hofft auf Ende des EU-Importverbots

Brasilien konnte seine Tilapia-Produktion im vergangenen Jahr trotz mehrerer Herausforderungen um 6,8 % auf 707.495 t steigern, meldet das Portal IntraFish. Dabei litt die Branche unter hohen Zöllen, vietnamesischen Einfuhren von Tilapia nach Brasilien und der geplanten Einstufung von Tilapia als "invasive Spezies". Nachdem Tilapia aus Brasilien zunächst einem US-Einfuhrzoll von 40 % unterworfen war, gilt für das Produkt seit diesem Dienstag der von US-Präsident Donald Trump verkündete neue, weltweit erhobene Zollsatz von jetzt noch 10 %. Francisco Medeiros, Präsident des brasilianischen Aquakultur-Verbandes Peixe BR, verspricht sich von der Zollsenkung in jedem Fall positive Auswirkungen, ohne jedoch prognostizieren zu wollen, ob deshalb auch mehr Jungfische besetzt würden. Die Zulassung von Tilapia-Importen aus Vietnam durch die brasilianische Regierung im vergangenen Jahr sei keine wirkliche Bedrohung für die Branche in Brasilien, da die Mengen klein seien, meint Medeiros. Erleichterung hatte sich bei den Züchtern auch breit gemacht, als die Regierung ihren Plan aufgab, Tilapia als invasive Art einzustufen.

Darüberhinaus äußerte Medeiros die Hoffnung, dass das seit dem Jahre 2017 geltende Einfuhrverbot der Europäischen Union für Fisch und Meeresfrüchte aus Brasilien aufgehoben werden könnte. Anlass war damals, dass EU-Inspektoren die Bedingungen in Brasiliens Häfen sowie einige Produktionsmethoden der Industrie bemängelt hatten. Er hoffe auf eine EU-Delegation, die im Verlaufe diesen Jahres Brasilien besuchen will. Francisco Medeiros präsentierte seine Informationen anlässlich des 10. Jahrestages der Gründung von Peixe BR. In dieser Dekade hat Brasilien seine Tilapia-Produktion um 148 % gesteigert, so dass das Land heute einschließlich heimischer Arten wie Tambaqui, Pintado und Pirarucu mehr als eine Million Tonnen Fische in Aquakultur produziere.
Brasilien hofft auf Ende des EU-Importverbots
Foto/Grafik: Bjørn Christian Tørrissen/Wikipedia
Brasilien konnte seine Produktion von Tilapia (Foto) im vergangenen Jahr trotz mehrerer Herausforderungen um 6,8 % auf 707.495 t steigern. Derzeit darf das Land keinen Fisch und Meeresfrüchte in die EU exportieren.
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