24.07.2026

Russland-Sanktionen: Kein Einfuhrstopp für Alaska-Seelachs und Kabeljau

"Fischstäbchen verschont" titelte bereits gestern die Berliner Zeitung (BZ). Die Tageszeitung aus der Bundeshauptstadt nahm damit Bezug auf den Beschluss der Europäischen Union, Fisch und Meeresfrüchte nicht mit in das 21. Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen, wie das Portal IntraFish gemeldet hatte. Das hatte am 9. Juni dieses Jahres noch anders ausgesehen, als die EU-Kommission ihre Vorschläge zu den neuerlichen Maßnahmen präsentiert hatte, mit denen die Gemeinschaft auf den anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine reagiert. Doch insbesondere Portugal und Deutschland hatten ihre Stimmen erhoben gegen die Pläne, ein vollständiges Importverbot für Kabeljau, Einfuhrbeschränkungen für Alaska-Seelachs sowie weitere Fischarten zu verhängen. Bereits Anfang Juli zeichnete sich ab, dass Fisch nicht unter die neuen Wirtschaftsbeschränkungen fallen würde. Nach letzten Verhandlungen am 22. und frühen 23. Juli hatten sich Vertreter der EU-Staaten einigen können – und strichen die Fisch-Sanktionen. Während LEH-Filialisten in der EU bereits sei Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 nur noch zögerlich russische Produkte gekauft hatten, blieben europäischen Weißfischverarbeiter insbesondere für preiswerte panierte Produkte wie Fischstäbchen auf die Rohware aus Russland angewiesen, kommen doch geschätzte 34 % (2023) sämtlicher EU-Weißfisch-Importe aus Russland. Die weltweit größten Fabriken für derartige Produkte liegen in Deutschland.
Russland-Sanktionen: Kein Einfuhrstopp für Alaska-Seelachs und Kabeljau
Foto/Grafik: Screeenshot: BZ
"Fischstäbchen verschont" – nach letzten Verhandlungen am 22. und frühen 23. Juli hatten sich Vertreter der EU-Staaten einigen können und strichen Fischprodukte aus dem 21. Santionspaket der EU gegen Russland.
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